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japan | 24. März 13
Es ist im vollen Gange und alle rasten aus! Naja, letzteres vielleicht nicht ganz, aber die Kirschblüte ist eins der ganz großen Events im japanischen Jahresablauf. Dieses Wochenende ist es hier definitiv so weit. Und mir wird jetzt erst bewusst WIE VIELE Kirschbäume hier so rum stehen...
Vielleicht begreift man die Relevanz besser wenn man weiss, dass es aktuell jeden Abend in den japanischen Nachrichten zusätzlich zum Wetterbericht die Hanami-Vorhersage gibt. Die Kirschblüte findet ja nicht überall zur selben Zeit statt, sondern beginnt im Süden auf Kyushu und die sakura zensen (Kirschblütenfront) wandert innerhalb einiger Wochen wie eine Welle über rund 3000km in den Norden nach Hokkaido. Im Fernsehen kann man immer brandaktuell den Zenit erfahren. Und wehe, man ist nicht zur rechten Zeit am rechten Ort...
Da ich morgens auf dem Weg zur Arbeit durch eine Kirschenallee rolle (wie ich inzwischen weiss), konnte ich sehr schön beobachten wie sich die Bäume zum Angriff bereit machen. Am Dienstag waren die ersten Anzeichen zu erkennen, dann wurde das zunächst so schüchterne Weiß jeden Tag weißer und scheint jetzt seinen Höhepunkt erreicht zu haben. Mitte nächster Woche wird es wohl schon wieder vorbei sein mit der Pracht. Ich hoffe nur, die Bienen werden rechtzeitig fertig. Bei der Unmenge an Bäumen stehen die aktuell sicher ordentlich unter Strom...
Die Japaner schnappen sich stattdessen eine Plastikplane sowie Freunde und Familie und verteilen das alles im Park unter den Bäumen. Schuhe aus, Sakeflaschen und Bierdosen auf und schon ist Hanami in vollem Gange.
Im Anschluss ein paar Eindrücke aus der Nachbarschaft. Vielleicht mal etwas weniger Text und mehr Bilder als sonst...






Anständige Autos sieht man eher selten

Plastikplanen und Sake...

Rund um Tama Plaza Station



Nebenbei kann man dem einen oder anderen Foto auch entnehmen, warum ich hier nur Auto fahre, wenn es unbedingt sein muss und ansonsten das Radl (oder die Bahn) bevorzuge...
/J
Vielleicht begreift man die Relevanz besser wenn man weiss, dass es aktuell jeden Abend in den japanischen Nachrichten zusätzlich zum Wetterbericht die Hanami-Vorhersage gibt. Die Kirschblüte findet ja nicht überall zur selben Zeit statt, sondern beginnt im Süden auf Kyushu und die sakura zensen (Kirschblütenfront) wandert innerhalb einiger Wochen wie eine Welle über rund 3000km in den Norden nach Hokkaido. Im Fernsehen kann man immer brandaktuell den Zenit erfahren. Und wehe, man ist nicht zur rechten Zeit am rechten Ort...
Da ich morgens auf dem Weg zur Arbeit durch eine Kirschenallee rolle (wie ich inzwischen weiss), konnte ich sehr schön beobachten wie sich die Bäume zum Angriff bereit machen. Am Dienstag waren die ersten Anzeichen zu erkennen, dann wurde das zunächst so schüchterne Weiß jeden Tag weißer und scheint jetzt seinen Höhepunkt erreicht zu haben. Mitte nächster Woche wird es wohl schon wieder vorbei sein mit der Pracht. Ich hoffe nur, die Bienen werden rechtzeitig fertig. Bei der Unmenge an Bäumen stehen die aktuell sicher ordentlich unter Strom...
Die Japaner schnappen sich stattdessen eine Plastikplane sowie Freunde und Familie und verteilen das alles im Park unter den Bäumen. Schuhe aus, Sakeflaschen und Bierdosen auf und schon ist Hanami in vollem Gange.
Im Anschluss ein paar Eindrücke aus der Nachbarschaft. Vielleicht mal etwas weniger Text und mehr Bilder als sonst...






Anständige Autos sieht man eher selten

Plastikplanen und Sake...

Rund um Tama Plaza Station



Nebenbei kann man dem einen oder anderen Foto auch entnehmen, warum ich hier nur Auto fahre, wenn es unbedingt sein muss und ansonsten das Radl (oder die Bahn) bevorzuge...
/J
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japan | 23. März 13
Ist nun auch schon wieder zwei Wochen her, aber mein Persischer Kumpel Reza und ich haben es endlich zusammen zum Ski fahren, bzw. Boarden geschafft...
"Ein Perser auf Skiern?", wird sich evtl. der eine oder andere fragen, aber für Iraner sind lange und harte Winter mit viel Schnee ungefähr so außergewöhnlich wie für Finnen oder Norweger. Hohe Berge hat's dort auch zu Genüge, also steht dem Wintersport nicht viel im Wege. Nachdem wir bereits im Sommer unsere gemeinsame Leidenschaft, verschneite Berge herunter zu rutschen festgestellt hatten, war klar dass im Winter eine entsprechende Aktion stattfinden musste.
Bekanntermaßen der Sprache relativ unmächtig, waren wir froh, dass Reza sich um die Buchung kümmern wollte. Ein erster Ausflug im Januar war bereits gebucht, den wir aber leider kurzfristig absagen mussten. Dann vergingen einige Wochen und der japanische Winter schien sich langsam dem Ende zuzuneigen. Schnelles Handeln war also angezeigt, sollte es diese Saison noch etwas werden. Für das angepeilte Wochenende waren sogar zum ersten Mal in diesem Jahr 20° für Yokohama und Tokyo vorhergesagt und ich hatte deutliche Zweifel, ob es angesichts dessen eine gute Idee sei, jetzt noch Schi fahren zu gehen. Es war bereits zu spät: Reza hatte alle meine Bedenken ignoriert und den Trip innerhalb kürzester Zeit gebucht. Es gab also kein Zurück mehr.
Der Schiausflug "japanese style" geht ungefähr so: Freitag Abend nach der Arbeit heim, die gepackte Tasche schnappen und ab nach Shinjuku. Dort erwarten einen Unmengen von Bussen, die Horden von Schneesüchtigen in die Schigebiete rund um Nagano kutschieren. Abfahrt in unserem Fall: 23:00 Uhr nach Madarao.

Nächtliche Aktivitäten in Shinjuku: kaum zu erkennen, aber die ganze Straße entlang ein Bus hinter dem anderen...
Der Bus schaukelt einen dann langsam durch die Nacht, um nach gefühlten 21 Pausen morgens gegen 6:00 Uhr im Schigebiet einzutrudeln. An Schlaf war natürlich nicht zu denken, dementsprechend erledigt war zumindest ich. Dann durften wir ungefähr noch eine Stunde in der Hotellobby herum vegetieren (immerhin IN der Lobby und nicht davor), bis endlich jemand vom Personal auftauchte und wir einchecken und unsere Leihausrüstung abholen konnten.
Jetzt wurde es tatsächlich besser. Auffi aufn Berg! Trotz der hohen Temperaturen war der (noch reichlich vorhandene) Schnee durchaus brauchbar. Ab mittags ging er dann allmählich in den flüssigen Zustand über und es fühlte sich etwas nach Wasserski, bzw. Surfbrett an. Was (zumindest auf dem Snowboard) nicht schlecht sein muss...

On top of the mountain

Panorama und Wetter: Bombe
Auch hier...
Aussicht und Wetter waren jedenfalls herrlich und wir hatten einen schönen Samstag. Sogar das Abendessen im Hotel war unerwartet gut. Besondere Erwartungen hatten wir diesbezüglich nicht, da der gesamte Trip (Busfahrt, eine Hotelübernachtung mit Abendessen und Frühstück, 2 Tage Liftpass, vollständige Leihausrüstung) mit JPY 11000,- deutlich auf der günstigen Seite war. Dem Hotel merkte man allerdings an, dass es seine goldenen Tage wohl schon hinter sich hat.

Hier schwer zu erkennen, aber definitiv die beschissenste Bindung, die ich je am Fuß hatte. Das Brettl war ok.
Der Sonntag begann dann mit dichtem Nebel, der im Laufe des Vormittags etwas durchsichtiger wurde und bald ein wenig (nassen) Schneefall produzierte.

Reza looks a bit reluctant...

Come on Reza, it's just some snow...

You sure..?
So konnten wir noch bis etwa 14:00 Uhr rumrutschen bevor wir zum Bus mussten, der uns ab 16:00 wieder zurück nach Tokyo schaukelte. Nach einem gemeinsamen Abendessen in einer verquarzten Izakaya in Shibuya trennten sich unsere Wege und war ich dann gegen 24:00 wieder zu Hause. Rechtzeitig um am nächsten Montagmorgen wieder im Büro anzutreten, wie es sich gehört...
Schlussendlich war es ne gute Sache, aber ich bin nicht sicher ob mich mir so eine Bus-Odyssee nochmal antun muss. Allerdings verdrängt der menschliche Körper (und das Gehirn) ja auch schnell...
/J
"Ein Perser auf Skiern?", wird sich evtl. der eine oder andere fragen, aber für Iraner sind lange und harte Winter mit viel Schnee ungefähr so außergewöhnlich wie für Finnen oder Norweger. Hohe Berge hat's dort auch zu Genüge, also steht dem Wintersport nicht viel im Wege. Nachdem wir bereits im Sommer unsere gemeinsame Leidenschaft, verschneite Berge herunter zu rutschen festgestellt hatten, war klar dass im Winter eine entsprechende Aktion stattfinden musste.
Bekanntermaßen der Sprache relativ unmächtig, waren wir froh, dass Reza sich um die Buchung kümmern wollte. Ein erster Ausflug im Januar war bereits gebucht, den wir aber leider kurzfristig absagen mussten. Dann vergingen einige Wochen und der japanische Winter schien sich langsam dem Ende zuzuneigen. Schnelles Handeln war also angezeigt, sollte es diese Saison noch etwas werden. Für das angepeilte Wochenende waren sogar zum ersten Mal in diesem Jahr 20° für Yokohama und Tokyo vorhergesagt und ich hatte deutliche Zweifel, ob es angesichts dessen eine gute Idee sei, jetzt noch Schi fahren zu gehen. Es war bereits zu spät: Reza hatte alle meine Bedenken ignoriert und den Trip innerhalb kürzester Zeit gebucht. Es gab also kein Zurück mehr.
Der Schiausflug "japanese style" geht ungefähr so: Freitag Abend nach der Arbeit heim, die gepackte Tasche schnappen und ab nach Shinjuku. Dort erwarten einen Unmengen von Bussen, die Horden von Schneesüchtigen in die Schigebiete rund um Nagano kutschieren. Abfahrt in unserem Fall: 23:00 Uhr nach Madarao.

Nächtliche Aktivitäten in Shinjuku: kaum zu erkennen, aber die ganze Straße entlang ein Bus hinter dem anderen...
Der Bus schaukelt einen dann langsam durch die Nacht, um nach gefühlten 21 Pausen morgens gegen 6:00 Uhr im Schigebiet einzutrudeln. An Schlaf war natürlich nicht zu denken, dementsprechend erledigt war zumindest ich. Dann durften wir ungefähr noch eine Stunde in der Hotellobby herum vegetieren (immerhin IN der Lobby und nicht davor), bis endlich jemand vom Personal auftauchte und wir einchecken und unsere Leihausrüstung abholen konnten.
Jetzt wurde es tatsächlich besser. Auffi aufn Berg! Trotz der hohen Temperaturen war der (noch reichlich vorhandene) Schnee durchaus brauchbar. Ab mittags ging er dann allmählich in den flüssigen Zustand über und es fühlte sich etwas nach Wasserski, bzw. Surfbrett an. Was (zumindest auf dem Snowboard) nicht schlecht sein muss...

On top of the mountain

Panorama und Wetter: Bombe
Auch hier...
Aussicht und Wetter waren jedenfalls herrlich und wir hatten einen schönen Samstag. Sogar das Abendessen im Hotel war unerwartet gut. Besondere Erwartungen hatten wir diesbezüglich nicht, da der gesamte Trip (Busfahrt, eine Hotelübernachtung mit Abendessen und Frühstück, 2 Tage Liftpass, vollständige Leihausrüstung) mit JPY 11000,- deutlich auf der günstigen Seite war. Dem Hotel merkte man allerdings an, dass es seine goldenen Tage wohl schon hinter sich hat.

Hier schwer zu erkennen, aber definitiv die beschissenste Bindung, die ich je am Fuß hatte. Das Brettl war ok.
Der Sonntag begann dann mit dichtem Nebel, der im Laufe des Vormittags etwas durchsichtiger wurde und bald ein wenig (nassen) Schneefall produzierte.

Reza looks a bit reluctant...

Come on Reza, it's just some snow...

You sure..?
So konnten wir noch bis etwa 14:00 Uhr rumrutschen bevor wir zum Bus mussten, der uns ab 16:00 wieder zurück nach Tokyo schaukelte. Nach einem gemeinsamen Abendessen in einer verquarzten Izakaya in Shibuya trennten sich unsere Wege und war ich dann gegen 24:00 wieder zu Hause. Rechtzeitig um am nächsten Montagmorgen wieder im Büro anzutreten, wie es sich gehört...
Schlussendlich war es ne gute Sache, aber ich bin nicht sicher ob mich mir so eine Bus-Odyssee nochmal antun muss. Allerdings verdrängt der menschliche Körper (und das Gehirn) ja auch schnell...
/J
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japan | 08. März 13
Ja, ist ja gut. Wir leben noch. Ihr könnt mich auch gerne den faulsten Blogger des Universums nennen. Ich versuche mich zu bessern, aber versprechen werde ich das nicht... ;-)
Vielleicht ne kleine Anekdote von heute zum Wiedereinstieg:
Auf dem Heimweg am letzten kurzen Anstieg vor zu Hause werde ich ein Stück vor mir auf einen anderen Radfahrer aufmerksam, der bedrohlich hin und her schlingert. Besoffen wird er sein, denke ich zuerst. Dann erreichen die Schlingeramplituden nahezu Straßenbreite, bis er sich schier die Falle aufschlägt und absteigen muss. Jetzt sehe ich im vorbeifahren, dass er an seinem Smartphone rumfrickelt.
Das elektronische Spielzeug hat bei dem Kollegen also höhere Prio als die Kontrolle über das Verkehrsmittel. Auch wenn beim Verlust letzterer körperliche Schmerzen und Schäden drohen.
Erstaunlich, aber doch alltäglich. Bei einigen Leuten hier habe ich den Eindruck, das Leben findet nur noch über das Handydisplay statt. Man könnte ja etwas verpassen im Social Network. Oder sich mit der realen Welt auseinandersetzen müssen. Das nimmt in Deutschland sicher auch immer mehr zu, aber wie so oft bei solchen Dingen sind uns die Japaner hier weit voraus.
Beeindruckend, wie die Menschenmassen zur Rush Hour zielsicher durch überfüllte Bahnhöfe wie Shibuya oder Ikebukuro strömen ohne den Blick vom Display zu nehmen. Und wenn man mit dem Rad unterwegs ist (so schließt sich der Kreis), muss man stets auf der Hut sein, dass einem nicht plötzlich ein am Retina-Display seines neuen iPhone 5 festklebender Passant vors Vorderrad wankt.
Vielleicht sollte mal jemand eine App entwickeln, die vor lautloser Unbill wie Radfahrern warnt...
/J
Vielleicht ne kleine Anekdote von heute zum Wiedereinstieg:
Auf dem Heimweg am letzten kurzen Anstieg vor zu Hause werde ich ein Stück vor mir auf einen anderen Radfahrer aufmerksam, der bedrohlich hin und her schlingert. Besoffen wird er sein, denke ich zuerst. Dann erreichen die Schlingeramplituden nahezu Straßenbreite, bis er sich schier die Falle aufschlägt und absteigen muss. Jetzt sehe ich im vorbeifahren, dass er an seinem Smartphone rumfrickelt.
Das elektronische Spielzeug hat bei dem Kollegen also höhere Prio als die Kontrolle über das Verkehrsmittel. Auch wenn beim Verlust letzterer körperliche Schmerzen und Schäden drohen.
Erstaunlich, aber doch alltäglich. Bei einigen Leuten hier habe ich den Eindruck, das Leben findet nur noch über das Handydisplay statt. Man könnte ja etwas verpassen im Social Network. Oder sich mit der realen Welt auseinandersetzen müssen. Das nimmt in Deutschland sicher auch immer mehr zu, aber wie so oft bei solchen Dingen sind uns die Japaner hier weit voraus.
Beeindruckend, wie die Menschenmassen zur Rush Hour zielsicher durch überfüllte Bahnhöfe wie Shibuya oder Ikebukuro strömen ohne den Blick vom Display zu nehmen. Und wenn man mit dem Rad unterwegs ist (so schließt sich der Kreis), muss man stets auf der Hut sein, dass einem nicht plötzlich ein am Retina-Display seines neuen iPhone 5 festklebender Passant vors Vorderrad wankt.
Vielleicht sollte mal jemand eine App entwickeln, die vor lautloser Unbill wie Radfahrern warnt...
/J
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japan | 15. Januar 13
Jetzt ist es auch hier passiert: der erste Schnee für diese Saison. Zumindest im Großraum Tokyo.
Es begann morgens mit Regen, der dann relativ zügig in Schnee überging und bis zum Mittag in dicken dichten Flocken fiel. Das hielt fast den ganzen Tag an und gegen Abend hatte sich schließlich eine rund 10cm dicke schwere Schneedecke über die gesamte Metropolis gelegt.

Morgens aus dem Haus (die schwarze Katze ist NOCH unterwegs)...

...und auf dem Weg zum Bahnhof

Nach dem Mittag vom Büroeingang Richtung Einfahrt
Wir haben gelernt, dass Schneefall hier in dieser Menge seltenst vorkommt und einige Kollegen noch nie so viel auf einmal erlebt haben.
Entsprechend waren dann auch die Auswirkungen aufs öffentliche Leben. Auf den Straßen entwickelte sich ein anständiges Chaos, sicher auch weil die meisten Autofahrer in Tokyo Winterreifen nur aus der Werbung kennen. Räumfahrzeuge und Salz oder Splitt scheinen ebenso unpopulär zu sein.
Bemerkenswert fand ich aber vor allem, dass ab nachmittags viele Bahnlinien den Service reduziert, bzw. teilweise sogar ganz eingestellt haben. Mein Japanischlehrer erschien heute eine halbe Stunde verspätet zum Unterricht (er kam noch NIE zu spät) und meinte, dass eine seiner Busverbindungen anstatt 10 Minuten heute 1,5 Stunden (!) gedauert habe...
Den Kollegen in Shibuya wurde nahegelegt, das Büro nach dem Mittag zu verlassen, um nicht irgendwo zu stranden wenn die Linien nach und nach den Betrieb einstellen.
Nach der Arbeit haben wir daher entschieden, nach Hause zu laufen. Für uns zum Glück kein Problem, da es nur rund 3km sind. Bin gespannt, was die weiter entfernt wohnenden Kollegen morgen zu erzählen haben...
Zu dem denkwürdigen Ereignis gibt es hier z.B. auch nen offiziellen Bericht:
http://www.channelnewsasia.com/stories/afp_asiapacific/view/1247849/1/.html
Vorhin dachte ich mir dann noch, wenn das so ein seltenes Ereignis ist, muss ich doch die Gelegenheit nutzen, den Allradantrieb am Kraftwagen auf Funktionsfähigkeit zu überprüfen. Nun - er scheint zu gehen. Und wie. Die Traktion (und Kontrolle) selbst mit den alten Sommerpellen ist fast schon erschreckend. Das Bremsvermögen allerdings auch - leider am anderen, dem bösen Ende der Skala. In der Stadt wollte ich dann doch kein verbogenes Blech und Tränen riskieren und habe es bei einem kurzen und beherrschten Ausflug bewenden lassen - ich werde wohl alt.
Für morgen ist wieder Sonnenschein angesagt...
Und Ende des Monats geht's dann endlich zum ersten Snowtrip gen Norden. Bring on the pow...
/J
Es begann morgens mit Regen, der dann relativ zügig in Schnee überging und bis zum Mittag in dicken dichten Flocken fiel. Das hielt fast den ganzen Tag an und gegen Abend hatte sich schließlich eine rund 10cm dicke schwere Schneedecke über die gesamte Metropolis gelegt.

Morgens aus dem Haus (die schwarze Katze ist NOCH unterwegs)...

...und auf dem Weg zum Bahnhof

Nach dem Mittag vom Büroeingang Richtung Einfahrt
Wir haben gelernt, dass Schneefall hier in dieser Menge seltenst vorkommt und einige Kollegen noch nie so viel auf einmal erlebt haben.
Entsprechend waren dann auch die Auswirkungen aufs öffentliche Leben. Auf den Straßen entwickelte sich ein anständiges Chaos, sicher auch weil die meisten Autofahrer in Tokyo Winterreifen nur aus der Werbung kennen. Räumfahrzeuge und Salz oder Splitt scheinen ebenso unpopulär zu sein.
Bemerkenswert fand ich aber vor allem, dass ab nachmittags viele Bahnlinien den Service reduziert, bzw. teilweise sogar ganz eingestellt haben. Mein Japanischlehrer erschien heute eine halbe Stunde verspätet zum Unterricht (er kam noch NIE zu spät) und meinte, dass eine seiner Busverbindungen anstatt 10 Minuten heute 1,5 Stunden (!) gedauert habe...
Den Kollegen in Shibuya wurde nahegelegt, das Büro nach dem Mittag zu verlassen, um nicht irgendwo zu stranden wenn die Linien nach und nach den Betrieb einstellen.
Nach der Arbeit haben wir daher entschieden, nach Hause zu laufen. Für uns zum Glück kein Problem, da es nur rund 3km sind. Bin gespannt, was die weiter entfernt wohnenden Kollegen morgen zu erzählen haben...
Zu dem denkwürdigen Ereignis gibt es hier z.B. auch nen offiziellen Bericht:
http://www.channelnewsasia.com/stories/afp_asiapacific/view/1247849/1/.html
Vorhin dachte ich mir dann noch, wenn das so ein seltenes Ereignis ist, muss ich doch die Gelegenheit nutzen, den Allradantrieb am Kraftwagen auf Funktionsfähigkeit zu überprüfen. Nun - er scheint zu gehen. Und wie. Die Traktion (und Kontrolle) selbst mit den alten Sommerpellen ist fast schon erschreckend. Das Bremsvermögen allerdings auch - leider am anderen, dem bösen Ende der Skala. In der Stadt wollte ich dann doch kein verbogenes Blech und Tränen riskieren und habe es bei einem kurzen und beherrschten Ausflug bewenden lassen - ich werde wohl alt.
Für morgen ist wieder Sonnenschein angesagt...
Und Ende des Monats geht's dann endlich zum ersten Snowtrip gen Norden. Bring on the pow...
/J
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japan | 19. Dezember 12
Jaja, nun habe ich es auch endlich mal geschafft einen Eintrag zu schreiben. Ich bin ja schon mehrmals darauf hingewiesen worden, dass ich noch gar keine Kommentare zu unserem Aufenthalt geschrieben habe. Bisher fand ich die Einträge so gut, dass ich meine nicht vermisst habe. Aber Ihr wolltet es nicht anders, also müsst Ihr meinen Gruschd jetzt auch lesen.
Was gibt es zu berichten??? Nun, wir sind glaub ich mittlerweile mit allen Behördengängen durch, wir (falsch: ich nicht!!!) haben, wie wohl alle mitbekommen haben, ein Auto gekauft (habt Ihr die Frittentheke gesehen? Meine Herrn.....- ist übrigens ein Familienauto wurde mir gesagt - HA!) und die Wohnung ist nun auch wohnlich eingerichtet. Hab ich schon erwähnt, dass wir Gäste unterbringen können? Pssssschdddd, nicht weitersagen ;o))).
Ich hab auch ein paar neue Sachen bekommen. Die erste Anschaffung war eine Kitchen Aid, da ich mich nach 2 Broten per Hand geknetet geweigert habe so weiterzumachen. Ja, schon klar, man kann auf diese Weise seinen Bizeps trainieren und die Gebühren fürs Fitnesstudio sparen - nee, Leute, nicht mit mir. Also gabs ne Kitchen Aid direkt aus USA (per Amazon.jp). Und nach mehrwöchigem Nörgeln hab ich dann auch nen Fernseher bekommen. Nicht, dass wir Zeit hätten großartig Filme zu sehen. Aber hin und wieder klappts dann doch. An dieser Stelle einen Dank nach Irland für die "Sherlock" DVDs. Die sind echt super!
Weihnachten wird dieses Jahr etwas anders. Ich bin ja bisher immer bei der Familie gewesen. Dieses Jahr zum ersten Mal nicht und ich bin gespannt, wie das wird. Für einige deutsche Kollegen hier in Yokohama wird das auch eine neue Erfahrung über die Weihnachtsfeiertage im Büro zu sein. Wir haben Urlaub genommen und werden auf die Philippinen fliegen. Los gehts am 24.12. von Tokyo nach Manila. Dort werden wir dann Freunde treffen mit denen wir am 25.12. weiter nach Boracay fliegen. Boracay war eine Empfehlung unseres Kollgen hier in Yokohama. Er kommt aus Bangladesch und hat in Manila studiert. Da wir zur Super-High-Peak-Season fliegen wird die Insel wohl nicht ganz so einsam sein, wie wir das gerne hätten. Aber wir werden sehen. Ich freu mich auf jeden Fall auf die freien Tage. Anbei ein kleiner Eindruck von der Insel, den man über den netten Anbieter Google bekommt. Nicht schlecht, oder? Am 31.12. gehts dann wieder zurück nach Manila und am 01.01. (morgens um 06:50 Uhr *arghhhh*) wieder zurück nach Tokyo. So ist mal die Planung wenn nix dazwischen kommt.
Soweit von meiner Seite und bevor ich es vergesse:
EUCH ALLEN SCHÖNE WEIHNACHTEN UND EINEN GUTEN RUTSCH INS NEUE JAHR!
Wir denken an Euch und vermissen Euch alle ganz dolle!

....da läßt es sich aushalten möchte man meinen.....
/N
Was gibt es zu berichten??? Nun, wir sind glaub ich mittlerweile mit allen Behördengängen durch, wir (falsch: ich nicht!!!) haben, wie wohl alle mitbekommen haben, ein Auto gekauft (habt Ihr die Frittentheke gesehen? Meine Herrn.....- ist übrigens ein Familienauto wurde mir gesagt - HA!) und die Wohnung ist nun auch wohnlich eingerichtet. Hab ich schon erwähnt, dass wir Gäste unterbringen können? Pssssschdddd, nicht weitersagen ;o))).
Ich hab auch ein paar neue Sachen bekommen. Die erste Anschaffung war eine Kitchen Aid, da ich mich nach 2 Broten per Hand geknetet geweigert habe so weiterzumachen. Ja, schon klar, man kann auf diese Weise seinen Bizeps trainieren und die Gebühren fürs Fitnesstudio sparen - nee, Leute, nicht mit mir. Also gabs ne Kitchen Aid direkt aus USA (per Amazon.jp). Und nach mehrwöchigem Nörgeln hab ich dann auch nen Fernseher bekommen. Nicht, dass wir Zeit hätten großartig Filme zu sehen. Aber hin und wieder klappts dann doch. An dieser Stelle einen Dank nach Irland für die "Sherlock" DVDs. Die sind echt super!
Weihnachten wird dieses Jahr etwas anders. Ich bin ja bisher immer bei der Familie gewesen. Dieses Jahr zum ersten Mal nicht und ich bin gespannt, wie das wird. Für einige deutsche Kollegen hier in Yokohama wird das auch eine neue Erfahrung über die Weihnachtsfeiertage im Büro zu sein. Wir haben Urlaub genommen und werden auf die Philippinen fliegen. Los gehts am 24.12. von Tokyo nach Manila. Dort werden wir dann Freunde treffen mit denen wir am 25.12. weiter nach Boracay fliegen. Boracay war eine Empfehlung unseres Kollgen hier in Yokohama. Er kommt aus Bangladesch und hat in Manila studiert. Da wir zur Super-High-Peak-Season fliegen wird die Insel wohl nicht ganz so einsam sein, wie wir das gerne hätten. Aber wir werden sehen. Ich freu mich auf jeden Fall auf die freien Tage. Anbei ein kleiner Eindruck von der Insel, den man über den netten Anbieter Google bekommt. Nicht schlecht, oder? Am 31.12. gehts dann wieder zurück nach Manila und am 01.01. (morgens um 06:50 Uhr *arghhhh*) wieder zurück nach Tokyo. So ist mal die Planung wenn nix dazwischen kommt.
Soweit von meiner Seite und bevor ich es vergesse:
EUCH ALLEN SCHÖNE WEIHNACHTEN UND EINEN GUTEN RUTSCH INS NEUE JAHR!
Wir denken an Euch und vermissen Euch alle ganz dolle!

....da läßt es sich aushalten möchte man meinen.....
/N
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japan | 14. November 12
Nachdem es ja schon einige interessierte Nachfragen gab, hier ein kleiner Eintrag zum nicht mehr ganz so neuen Mopped.
Es war relativ schnell klar, dass etwas zweirädriges hergehört. Weil es in der City einfach viel praktischer ist und außerdem auch Laune macht.
Beides hat sich seit der Anschaffung vor nunmehr fast zwei Monaten mehr als bestätigt. Es rockt wie Sau, egal ob in der Stadt oder außerhalb. :-)
Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, warum ich so lange kein Mopped besessen habe. Es muss tatsächlich mehr als 10 Jahre her sein, dass ich die treue XJ verkauft habe und seither nicht mehr ernsthaft in Versuchung war... Also: finally back on track. Fühlt sich hervorragend an. Und besser spät als nie...
Nach eingehenden Vorüberlegungen (die ich hier mal auslasse), fiel die Entscheidung auf eine Suzuki DR-Z 400 SM. Letzteres Kürzel steht angeblich nicht für Sado-Maso, auch wenn es sich auf längeren Ausfahrten ungefähr so anfühlt. Sondern für: Supermoto (oder Supermotard).
Für die Unkundigen unter uns: das ist im Prinzip eine Enduro- oder Geländemaschine mit Straßenbereifung (meist in 17 Zoll).
Meines Wissens Suzukis einziger (und recht gelungener) Versuch in diesem Gebiet, wo sich sonst Hersteller wie KTM, Husqvarna oder Husaberg tummeln. Die Suzi ist sicher nicht so radikal wie die meisten Konkurrenzmaschinen, aber das kommt mir als Wiedereinsteiger ja eher entgegen.
Die Eckdaten:
Einzylinder Vierventil-Viertakter mit 398ccm
29kW@7500U/min & 39Nm@6500U/min
Fahrfertig 140kg leicht
Fahrwerk: Dämpfer vorne und hinten voll einstellbar in Druck- und Zugstufe, vorne Upside-Down Gabel aus dem RM250 Crosser, Federbein hinten zusätzlich in Federvorspannung verstellbar.
Und so fühlt sich das ganze Paket auch an. Superagil und handlich. Und für mein fahrerisches Können (und die Tempolimits) sind die 40PS mehr als ausreichend. Je enger die Kurven werden, desto mehr Laune macht das Krad.
Einziger Negativpunkt sind die Reifen, die sich anfühlen als ob bei der Herstellung aus Versehen Holz anstatt Gummi verwendet worden wäre. Entsprechend ist mir die Hinterhand auch schon das eine oder andere Mal weggerutscht, was nicht gerade vertrauensfördernd wirkt.
Könnte also sein, dass demnächst noch eine kleine Investition in schwarze runde Dinger ansteht...
Pressefoto:

Und meine auf der Toyo Tires Turnpike vor 10 Tagen - herrlichstes Wetter... wenig Verkehr... Tempolimit 50km/h...




Als Highlight des Tages grüßt auch noch der Fuji recht freundlich:

It's a beautiful day...
/J
Es war relativ schnell klar, dass etwas zweirädriges hergehört. Weil es in der City einfach viel praktischer ist und außerdem auch Laune macht.
Beides hat sich seit der Anschaffung vor nunmehr fast zwei Monaten mehr als bestätigt. Es rockt wie Sau, egal ob in der Stadt oder außerhalb. :-)
Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, warum ich so lange kein Mopped besessen habe. Es muss tatsächlich mehr als 10 Jahre her sein, dass ich die treue XJ verkauft habe und seither nicht mehr ernsthaft in Versuchung war... Also: finally back on track. Fühlt sich hervorragend an. Und besser spät als nie...
Nach eingehenden Vorüberlegungen (die ich hier mal auslasse), fiel die Entscheidung auf eine Suzuki DR-Z 400 SM. Letzteres Kürzel steht angeblich nicht für Sado-Maso, auch wenn es sich auf längeren Ausfahrten ungefähr so anfühlt. Sondern für: Supermoto (oder Supermotard).
Für die Unkundigen unter uns: das ist im Prinzip eine Enduro- oder Geländemaschine mit Straßenbereifung (meist in 17 Zoll).
Meines Wissens Suzukis einziger (und recht gelungener) Versuch in diesem Gebiet, wo sich sonst Hersteller wie KTM, Husqvarna oder Husaberg tummeln. Die Suzi ist sicher nicht so radikal wie die meisten Konkurrenzmaschinen, aber das kommt mir als Wiedereinsteiger ja eher entgegen.
Die Eckdaten:
Einzylinder Vierventil-Viertakter mit 398ccm
29kW@7500U/min & 39Nm@6500U/min
Fahrfertig 140kg leicht
Fahrwerk: Dämpfer vorne und hinten voll einstellbar in Druck- und Zugstufe, vorne Upside-Down Gabel aus dem RM250 Crosser, Federbein hinten zusätzlich in Federvorspannung verstellbar.
Und so fühlt sich das ganze Paket auch an. Superagil und handlich. Und für mein fahrerisches Können (und die Tempolimits) sind die 40PS mehr als ausreichend. Je enger die Kurven werden, desto mehr Laune macht das Krad.
Einziger Negativpunkt sind die Reifen, die sich anfühlen als ob bei der Herstellung aus Versehen Holz anstatt Gummi verwendet worden wäre. Entsprechend ist mir die Hinterhand auch schon das eine oder andere Mal weggerutscht, was nicht gerade vertrauensfördernd wirkt.
Könnte also sein, dass demnächst noch eine kleine Investition in schwarze runde Dinger ansteht...
Pressefoto:

Und meine auf der Toyo Tires Turnpike vor 10 Tagen - herrlichstes Wetter... wenig Verkehr... Tempolimit 50km/h...




Als Highlight des Tages grüßt auch noch der Fuji recht freundlich:

It's a beautiful day...
/J
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japan | 08. November 12
Herrgottnochmal... Manchmal könnte ich hier verrückt werden. Vorhin zum Beispiel wieder: ich bin tatsächlich nicht in der Lage, die mühevoll erjagten Unterlagen für die Kfz-Zulassung zum Autohaus zu schicken. Kann man so blöd sein, werden manche jetzt denken. Man kann. Oder halt sprachlich völlig inkompetent...
Jedenfalls habe ich vom Autohändler nen schönen Versandgutschein und Umschlag bekommen, auf dem er auch schon seine Adresse eingetragen hatte (japanisch natürlich). Super, dachte ich - nur noch auf den Umschlag kleben und im Konbini (Convenience Store) abgeben. Easy.
Von wegen. Erster Versuch: Lawson. Natürlich verstehen und sprechen die beiden Anfangszwanziger hinter der Theke keinen Brösel Englisch. Ich wedle wie wild mit meinem Umschlag und habe sogar das Wort für "verschicken" (okurimasu) vorm Laden noch nachgesehen. Zwecklos. Irgendwann scheinen sie zu verstehen, dass ich den Umschlag bei ihnen nicht entsorgen will, sondern der möglichst bei der draufgekritzelten Adresse ankommen soll. Und ich begreife irgendwann, dass Lawson nicht mit dem Versandunternehmen zusammenarbeitet, dessen Versandformular auf meinem Umschlag klebt (Fa. Sagawa)... Dafür wedeln die beiden jetzt mit einem Formular der japanischen Post vor meiner Nase herum. Ich lehne dankend ab, weil ich das ja auch wieder ausfüllen müsste. Und das kann ganz fürchterlich schiefgehen, befürchte ich...
Also nächster Versuch bei 7eleven. Ganz ähnliches Szenario, noch ein anderes Versandunternehmen (Fa. Yamato), null Erfolg.
Soviel zum Thema *Convenience* Store... Wo werde ich nur diesen elenden Umschlag los..?
Vielleicht doch einfach aufs Mopped setzen und g'schwind die eineinhalb Stunden zum Händler rüberfahren..? Soo weit ist es ja auch wieder nicht...
Zwei Telefonate mit japanischen Kollegen, bzw. Bekannten und eine Internetrecherche später wird klar, dass ich meinen Sagawa-Aufkleber nirgends in der Nähe landen kann. Also lasse ich es für heute gut sein und starte morgen einen neuen Versuch mit neuem Versandaufkleber und -unternehmen...
Und im Kühlschrank war nur noch ein einziges Bier. Ist wohl nicht mein Tag heute.
Mehrseitige Formulare, die man - selbst wenn man sie evtl. verstehen sollte - nur unzureichend ausfüllen kann; Menschen die einen sicherlich helfen wollen, was dann aber oft von der Sprachbarriere vereitelt wird; Vorgänge, die zu Hause in Minuten erledigt sind, hier aber Stunden oder Tage fressen, usw... Manchmal frage ich mich wirklich, warum ich mir das alles antue...
Welcome to Japan.
/J
Jedenfalls habe ich vom Autohändler nen schönen Versandgutschein und Umschlag bekommen, auf dem er auch schon seine Adresse eingetragen hatte (japanisch natürlich). Super, dachte ich - nur noch auf den Umschlag kleben und im Konbini (Convenience Store) abgeben. Easy.
Von wegen. Erster Versuch: Lawson. Natürlich verstehen und sprechen die beiden Anfangszwanziger hinter der Theke keinen Brösel Englisch. Ich wedle wie wild mit meinem Umschlag und habe sogar das Wort für "verschicken" (okurimasu) vorm Laden noch nachgesehen. Zwecklos. Irgendwann scheinen sie zu verstehen, dass ich den Umschlag bei ihnen nicht entsorgen will, sondern der möglichst bei der draufgekritzelten Adresse ankommen soll. Und ich begreife irgendwann, dass Lawson nicht mit dem Versandunternehmen zusammenarbeitet, dessen Versandformular auf meinem Umschlag klebt (Fa. Sagawa)... Dafür wedeln die beiden jetzt mit einem Formular der japanischen Post vor meiner Nase herum. Ich lehne dankend ab, weil ich das ja auch wieder ausfüllen müsste. Und das kann ganz fürchterlich schiefgehen, befürchte ich...
Also nächster Versuch bei 7eleven. Ganz ähnliches Szenario, noch ein anderes Versandunternehmen (Fa. Yamato), null Erfolg.
Soviel zum Thema *Convenience* Store... Wo werde ich nur diesen elenden Umschlag los..?
Vielleicht doch einfach aufs Mopped setzen und g'schwind die eineinhalb Stunden zum Händler rüberfahren..? Soo weit ist es ja auch wieder nicht...
Zwei Telefonate mit japanischen Kollegen, bzw. Bekannten und eine Internetrecherche später wird klar, dass ich meinen Sagawa-Aufkleber nirgends in der Nähe landen kann. Also lasse ich es für heute gut sein und starte morgen einen neuen Versuch mit neuem Versandaufkleber und -unternehmen...
Und im Kühlschrank war nur noch ein einziges Bier. Ist wohl nicht mein Tag heute.
Mehrseitige Formulare, die man - selbst wenn man sie evtl. verstehen sollte - nur unzureichend ausfüllen kann; Menschen die einen sicherlich helfen wollen, was dann aber oft von der Sprachbarriere vereitelt wird; Vorgänge, die zu Hause in Minuten erledigt sind, hier aber Stunden oder Tage fressen, usw... Manchmal frage ich mich wirklich, warum ich mir das alles antue...
Welcome to Japan.
/J
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